Technik-Reiseführer Münsterland

Westfälisches Eisenbahnmuseum, Münster

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Westfälisches Eisenbahnmuseum in Münster.

Das Westfälische Eisenbahnmuseum in Münster ist kein Museum im klassischen Sinne.                                                   In einer ehemaligen Lokhalle des Bahnhofes Münster Ost findet der Eisenbahnfan unter anderem Draisinen, einen Schienenbus und viele

bahntypische Werkzeuge. Im Gleisfeld und in der Projektwerkstatt kann man den Museumsmitarbeitern bei Wartungs- und Restaurierungsarbeiten über die Schulter gucken und eventuell an einer Fahrt teilnehmen.

Westfälisches Eisenbahnmuseum

Lippstädter Str. 80
48155 Münster

Informationen:                     Lothar Bessmann                  02 51/7 21 80

Web:                           www.wem-muenster.de   lbessmann@freenet.de

Öffnungszeiten:
Jeden 2. u. 4. Samstag im Monat, 14-17 Uhr                  
Führungen können individuell gebucht werden.                     
Eintritt:
Erwachsene: 1€               Kinder 0,50 €

Technik zum Anfassen

Draisine

Draisinen - die nützlichen Helfer                           Draisinen setzte die Bahn als Transportmittel ein, um Arbeiten und Kontrollen an den Bahnstrecken auszuführen. Eine der Draisinen der Nebenfahrzeugsammlung im Westfälischen Eisenbahnmuseum wird mit einem Zweitakt-Vergaser- Motor angetrieben, hat vier Vorwärts- und einen Rückwärtsgang und ist für drei Personen bestimmt.               Um das 10 PS starke Gefährt zum Stehen zu bringen, gibt es eine Innenbackenbremse mit Fußfederbedienung für die Vorderräder und eine handbetriebene Außenbandbremse für die Hinterräder. Wenn man die Draisine von den Schienen entfernen oder sie in die andere Richtung fahren lassen

möchte, dreht man eine Kurbel mit angebrachtem Fuß so lange, bis das Fahrzeug nur noch auf diesem Fuß steht und dreht es um.

Ein Highlight der besonderen Art                   Das Herzstück des Museums ist die Ragierlok Köf II aus dem Jahr 1948. Ihr eigentlicher Betriebsname bzw. -nummer war WLE-VL 0604 (WLE ist die Abkürzung für Westfälische Landes - Eisenbahn). Köf steht für  Kleinlok mit Ölmotor und Flüssiggetriebe. Die Achsen werden über Rollenketten angetrieben. Trotz 100 PS hat die Lok mit ihren 16 Tonnen

Die Rangierlok Köf II

nur eine Höchstgeschwindig- keit von 30 km/h. Eingesetzt wurde sie hauptsächlich auf den Strecken der WLE. Das kuriose an der Lok ist, dass sie, durch die Mangelwirtschaft der Nachkriegszeit bedingt, statt mit Loklaternen mit LKW- Scheinwerfern ausgerüstet wurde.

Schema einer hydraulischen oder mechanischen Kraftübertragung über Rollenkette (wie bei der Köf II)

1 Dieselmotor
2 angeflanschtes Getriebe
3 Rollenketten

Zeichnung: Friedrich Risse, Ennigerloh